Psychotherapie für Kinder und Jugendliche
Psychische Belastungen können sich bei Kindern und Jugendlichen sehr unterschiedlich zeigen. Ängste, depressive Verstimmungen, Rückzug, Konflikte, schulische Schwierigkeiten oder Veränderungen im Verhalten können für das Kind oder den Jugendlichen selbst, aber auch für die Familie sehr belastend sein.
In meiner Praxis biete ich Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche an. Gemeinsam schauen wir, was hinter den aktuellen Schwierigkeiten steht, welche Faktoren die Belastungen aufrechterhalten und welche Veränderungen hilfreich sein können. Ziel ist es, neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und das eigene Erleben und Verhalten besser verstehen und beeinflussen zu können.
Wie ich arbeite
Gemeinsam an Veränderung arbeiten
Psychotherapie verstehe ich als Hilfe zur Selbsthilfe. Eine tragfähige Zusammenarbeit zwischen dem Kind oder Jugendlichen, den Eltern bzw. Bezugspersonen und mir ist für mich eine wichtige Grundlage der Therapie.
Dabei ist mir wichtig, dass Kinder und Jugendliche nicht das Gefühl bekommen, mit ihnen sei „etwas falsch" und sie müssten sich allein verändern. Motivation und die Bereitschaft, sich auf den therapeutischen Prozess einzulassen, spielen eine wichtige Rolle. Gerade bei jüngeren Kindern kann sich diese Bereitschaft auch erst im Verlauf der ersten Sitzungen entwickeln.
Das Kind im Mittelpunkt – das Umfeld im Blick
Kinder und Jugendliche leben in Beziehungen und unterschiedlichen Lebenswelten. Deshalb betrachte ich psychische Belastungen immer auch im Zusammenhang mit Familie, Schule und anderen wichtigen Lebensbereichen.
Nicht immer muss sich allein das Kind verändern. Manchmal können auch Veränderungen im familiären oder sozialen Umfeld dazu beitragen, dass sich die Situation nachhaltig verbessert. Eltern und andere wichtige Bezugspersonen beziehe ich deshalb – abhängig von Alter, Anliegen und therapeutischem Bedarf – in die Behandlung ein.
Gleichzeitig braucht jedes Kind und jeder Jugendliche einen eigenen Raum für seine persönlichen Themen. Ziel ist es, Selbstwirksamkeit zu fördern und gemeinsam Wege zu entwickeln, mit schwierigen Situationen zunehmend selbstständig umzugehen.
Verhaltenstherapie – strukturiert und alltagsnah
Meine psychotherapeutische Arbeit ist verhaltenstherapeutisch, strukturiert und auf den Alltag ausgerichtet. Gemeinsam betrachten wir Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten und entwickeln daraus konkrete Veränderungsschritte.
Dabei orientiert sich die Therapie immer an der individuellen Situation, dem Alter und den persönlichen Bedürfnissen des Kindes oder Jugendlichen.
Der Weg zur Psychotherapie
Erstkontakt und psychotherapeutische Sprechstunde
Zu Beginn besprechen wir Ihr Anliegen und die aktuelle Situation. In den psychotherapeutischen Sprechstunden geht es darum, Ihr Kind und seine Lebenssituation kennenzulernen und einen ersten Eindruck von den bestehenden Belastungen zu gewinnen.
Gleichzeitig haben Sie und Ihr Kind die Möglichkeit, mich und meine Arbeitsweise kennenzulernen.
Diagnostische Abklärung
Im weiteren Verlauf erfolgt eine diagnostische Einschätzung. Dabei werden neben den aktuellen Beschwerden auch die persönliche Entwicklung, das familiäre und soziale Umfeld sowie vorhandene Ressourcen und Belastungen berücksichtigt.
Gemeinsam klären wir, ob eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll ist und welche Unterstützung für Ihr Kind hilfreich sein kann.
Probatorische Sitzungen und Therapieplanung
Wenn eine Psychotherapie angezeigt ist, schließen sich probatorische Sitzungen an. In dieser Phase werden die bisherigen Erkenntnisse vertieft und die Therapieziele gemeinsam konkretisiert.
Mir ist wichtig, dass die Ziele nicht allein von mir vorgegeben werden. Wir schauen gemeinsam, was sich im Alltag verändern soll und welche Schritte für Ihr Kind oder Ihren Jugendlichen tatsächlich hilfreich und umsetzbar sind.
Therapeutische Behandlung
Die anschließende Behandlung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen und dem jeweiligen therapeutischen Anliegen.
Je nach Situation können beispielsweise Ängste und Sorgen, depressive Beschwerden, belastende Gedanken und Gefühle, soziale Schwierigkeiten, schulische Belastungen oder problematische Verhaltensweisen im Mittelpunkt stehen.
Elterngespräche und die Einbeziehung weiterer Bezugspersonen können dabei ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein, wenn dies für den therapeutischen Prozess sinnvoll ist.
Verlauf und Abschluss
Der Verlauf und die Dauer einer Psychotherapie sind individuell. Therapieziele können sich im Laufe der Behandlung verändern oder weiterentwickeln.
Eine Therapie kann beendet werden, wenn die gemeinsam vereinbarten Ziele erreicht sind und keine weitere psychotherapeutische Behandlung erforderlich erscheint. Sie kann jedoch auch aus persönlichen, organisatorischen oder therapeutischen Gründen beendet oder unterbrochen werden.
Zum Abschluss schauen wir gemeinsam darauf, was sich verändert hat, welche Erfahrungen und Fähigkeiten aus der Therapie mitgenommen werden können und was für die weitere Entwicklung hilfreich sein kann.